Es geht los: Demos gegen den €uro am 17.09.2011 !

Demonstration gegen den Euro

Endlich - es geht los: Die Leute gehen gegen den Euro auf die Straße !

Rhein-Main-Zeitung / FAZ.NET 13.09.2011. :

„Wenn nicht wir, wer dann?“

Demo gegen den Euro – mit Bankangestellten

„Raus aus dem Euro“ und „Nein zur Schuldenunion“: Rund hundert Leute sind gekommen, um vor der EZB-Zentrale gegen die europäische Finanzpolitik und vor allem gegen die geplante weitere Zahlung an Griechenland zu protestieren.

Das Kommando ist deutlich. „Jeder starke Mann schnappt sich ein Schild und hält es so hoch, wie er kann.“ Es dauert zehn, zwanzig, schließlich dreißig Sekunden, dann sind alle Plakate weg – und werden nicht unbedingt von starken, dafür aber entschlossenen Männern in die Höhe gehalten. Passanten bleiben stehen, um zu lesen, was da mit blauen Buchstaben auf weißem Hintergrund geschrieben steht. „Raus aus dem Euro“ und „Nein zur Schuldenunion“. So einfach wie die Ansage sind die Slogans selbst.

Rund hundert Leute sind gekommen, um gegen die europäische Finanzpolitik und vor allem gegen die geplante weitere Zahlung an Griechenland zu protestieren. Aufgerufen hatten dazu die Partei der Vernunft und die Freien Wähler. Studenten und Rentner sind unter den Demonstranten, die meisten sind jedoch Mittdreißiger und Mittvierziger, die direkt aus dem Büro zur Demonstration gekommen sind. So wie die drei jungen Männer, die als Bankangestellte „in einem mittelgroßen Kreditinstitut“ beschäftigt sind. Sie sagen: „Wenn nicht wir wissen, dass der Euro scheitern wird, wer dann?“

„Der Euro wird nicht überleben“

In die Zukunft schauen zu können, das glaubt an diesem Montagabend jeder der Protestteilnehmer – ob Banker oder nicht. So auch Steffen Schleicher vom Landesvorstand der Partei der Vernunft, der mit dem Megafon in der Hand die Demonstration anführt und sie von der Konstablerwache über die Zeil bis zur Europäischen Zentralbank lenkt. „Der Euro“, sagt er, „wird nicht überleben. Je weiter dieses Papiergeldexperiment hinausgezögert wird, desto größer wird der Knall. Deutschland kann nicht alle Schulden der EU bezahlen.“ Schleicher, der eigentlich Unternehmer ist, bekommt Applaus für seine Worte. Ein Passant auf der Zeil ruft ihm zu, dass es gut sei, dass das endlich mal jemand ausspreche. Ein Velotaxi-Fahrer nickt zustimmend, als der Pulk an ihm vorüberzieht.

Doch so einig sind sich nicht alle. Ausgerechnet an der Hauptwache treffen die Euro-Gegner auf eine weitere Kundgebung – gegen den Sozialabbau. Es kommt zum Wortgefecht. Megafon gegen Megafon. Die Euro-Skeptiker werden mit Faschisten gleichgesetzt, die Argumente anführen, „die nur jemand bringen kann, der sozial und psychisch gestört ist“. Der Mann an dem anderen Megafon ruft: „Ihr wisst ja gar nicht, was Verelendung bedeutet. Ich bin froh, Europäer zu sein.“

Klage über „Brutalität“

Wolfgang Hübner, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, greift erst an der EZB zum Megafon, findet dann aber deutliche Worte. Er spricht von einer „Brutalität“, mit der das Volk behandelt werde, die unerträglich sei. „Wenn der Euro platzt, werden die politischen Karten neu gemischt.“ Nur ein junger Punk scheint im Euro etwas Gutes zu sehen – und wittert seine Chance. Er hält den vorbeiziehenden Demonstranten seinen Becher hin. „Wenn ihr den Euro loswerden wollt, ich nehme ihn gerne. Hier könnt ihr ihn reinwerfen. Ich nehme auch alle Schuld auf mich.“

Demo 17.09.2011 Stuttgart

Demo 17.09.2011 Hamburg

Demo 17.09.2011 Frankfurt

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