Zahl der Asylbewerber nimmt weiter zu

Seitdem in Deutschland die Leistungen für Asylbewerber von 224 auf 336 Euro erhöht worden sind, reißt der Zustrom der “Flüchtlinge” nicht ab. Nach aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums wurden im Oktober deutschlandweit 9.950 Asylanträge gestellt – etwa 140 Prozent mehr als im Oktober 2011. Vor allem aus Serbien und Mazedonien kommen Tag für Tag neue Menschen angereist, aber auch aus Krisengebieten wie Afghanistan, Pakistan, dem Irak, Syrien und Somalia. 

Wochenspiegel:

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist drastisch gestiegen. Nach aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums wurden im Oktober deutschlandweit 9.950 Asylanträge gestellt – etwa 140 Prozent mehr als im Oktober 2011. Der Anstieg sei vor allem auf die zunehmende Zahl von Asylbewerbern aus Serbien und Mazedonien zurückzuführen. Diese Entwicklung macht sich laut Bundespolizei auch in der Region bemerkbar.

Der Zustrom von Asylbewerbern in die Region halte unvermindert an, teilt die Bundespolizeiinspektion Trier mit. „In den ersten zehn Monaten dieses Jahres gab es insgesamt etwa 600 Fälle von unerlaubt eingereisten Personen in unserem Zuständigkeitsbereich“, so Inspektionsleiter Dr. Ralf Gnüchtel gegenüber dem WochenSpiegel. „Das sind 20 Prozent mehr als 2011.“ In den letzten drei Monaten sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent angestiegen. Anfang November reisten allein an einem Wochenende 15 Personen in Trier, Prüm und am Flughafen Hahn unerlaubt nach Deutschland ein. Ein Ende dieser Entwicklung sei laut Gnüchtel nicht absehbar.
Hintergrund sind die politischen Entwicklungen in Ländern wie Afghanistan, Pakistan, dem Irak und Syrien. Doch auch die Zahl der Asylbewerber aus Serbien und Mazedonien hat stark zugenommen.

„Wir beobachten drei Phänomene“, erklärt Dr. Ralf Gnüchtel: „Zum einen kommen überwiegend mazedonische und serbische Staatsangehörige nach Deutschland, um hier einen Asylantrag zu stellen.“ Das Besondere: Sie sind von der Visumspflicht befreit und dürfen sich hier drei Monate, legal allerdings nur zu touristischen Zwecken, aufhalten. Gerade diese Gruppe, der viele Sinti und Roma angehören und die auf direktem Wege, meist im Familienverband und per Pkw, einreisen, sei für den massiven Anstieg verantwortlich. Dies führt Gnüchtel vor allem auf die gute soziale Unterstützung zurück, die diese Menschen in Deutschland erwarten können. Zur zweiten Gruppe zählen die Beamten afghanische und syrische Staatsangehörige, die mithilfe von organisierten Schleuserbanden über Griechenland und/oder Italien nach Deutschland gelangen. Diese landen dann am Flughafen Hahn, wo sie häufig mit gefälschten Papieren aufgegriffen werden. „Manche reisen auch mit Kleintransportern über Frankreich, Luxemburg oder Belgien ein.“ Erkennbar sei diese Gruppe mitunter anhand ihrer Kleidung, berichtet Gnüchtel. „Teilweise werden die geschleusten Personen mit einfacher neuwertiger Kleidung ausgestattet, um den Eindruck alltäglicher, beruflich bedingter Reisebewegungen zu erwecken.“ Eine dritte Gruppe bilden somalische Staatsangehörige, die mithilfe von Schleuserbanden über das Mittelmeer kommen und dann in Italien mit verfälschten oder gestohlenen Dokumenten versorgt werden. „Auch die reisen meist über den Flughafen Hahn ein“, stellt der Inspektionsleiter fest.

„Früher eher Transitland“, resümiert Gnüchtel, „ist Deutschland in den letzten zwei Jahren offenbar für Asylbewerber immer attraktiver geworden.“ Waren es 2011 bundesweit noch circa 36.000 Fälle von unerlaubten Einreisen oder Aufenthalten, schätzt er die Zahl für dieses Jahr auf etwa 50.000. Dabei scheint das südwestliche Bundesgebiet aufgrund seiner geografischen Lage besonders beliebt zu sein, oder wie Gnüchtel sagt: „Wir liegen eben auf dem Weg.“ Deshalb führt die Bundespolizei Trier an den Landesgrenzen zu Belgien und Luxemburg, die insgesamt mehr als 150 Kilometer ausmachen, verstärkt Überwachungs- und Fahndungsmaßnahmen durch. Ein europäischer Verbund von Polizeiorganisationen, darunter die EU-Agentur FRONTEX, bündelt europaweit Informationen und wertet diese aus, um Lagebilder für die Personalverteilung aufzustellen.

„Wir haben erst kürzlich vier unserer Mitarbeiter zur personellen Unterstützung an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entsandt“, so der Inspektionsleiter. Aufenthaltsbeendende Maßnahmen seien häufig sehr arbeitsintensiv, denn bei diesen müssten mitunter erst Dokumente beschafft werden, um die Ab- oder Rückschiebung zu ermöglichen, berichtet Gnüchtel. Häufig würden die illegal eingereisten Personen während dieser Zeit auf richterliche Anordnung  in der Abschiebehaftanstalt in Ingelheim untergebracht. „Das kann sich schon mal ein paar Monate hinziehen“, so Gnüchtel weiter. Allerdings komme die Haft insbesondere nur dann in Betracht, wenn der begründete Verdacht besteht, dass sich der Ausländer der Abschiebung entziehen will. „Wir sehen uns als Fahndungs- und Migrationspolizei, haben jedoch die Menschenrechte immer im Blick“, lenkt er ein. „Es gilt immer den Einzelfall zu betrachten, gerade bei  Familien mit Kindern.“

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Ein Kommentar

  1. Und warum sind wir so attraktiv ???

    Hoffentlich wissen hier die Mitleser, daß Asylanten eine
    bessere ärztliche Versorgung genießen als Rentner.

    Die Ärzte dürfen gegenüber dem Sozialamt ähnlich wie
    bei einem Privatpatienten abrechnen.

    Freie Wohnung. Freie ärztliche Versorgung. Freie Kost
    samt Taschengeld. Nirgendwo gibt es dies in den
    Heimatländern.

    Es kommen also: Rotationseuropäer und Einwohner von
    überwiegend moslemischen Staaten.

    Das ist kein normales Asylbegehren mehr.

    Das ist gezielte Unterwanderung mit dem Ziel der
    späteren Übernahme durch Geburtendschihad.

    Der Wirtskörper hat aber bald keine Reserven mehr.

    Er ist arm, alt und ausgemergelt.

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