Dreiste Asylbetrüger entlarvt

Zwei aus Bulgarien stammende Männer, im Alter von 23 und 39 Jahren, wurden am Dienstagnachmittag auf der A3 angehalten und kontrolliert. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass die Papiere abweichende Personalien aufwiesen. Nach einer eingehenden Überprüfung bestätigte sich der Verdacht der Beamten. Die beiden Männer hatten sich mit falscher Staatsangehörigkeit in Deutschland einen Asylantrag gestellt. Ihr Verhalten begründeten sie damit, dass sie in ihrer Heimat arbeitslos waren und viele ihrer Landsleute auf diese Weise in Deutschland leben.

Wochenblatt:

Den Flüchtlingsansturm aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens nutzten zwei Bulgaren mit Wohnsitz in Hessen schamlos aus und meldeten sich mit ihren Familien bei deutschen Behörden als serbische bzw. kosovarische Asylbewerber.

Die beiden Männer im Alter von 39 und 23 Jahren wurden von den Schleierfahndern am Dienstagnachmittag auf der A3 in ihrem Pkw mit bulgarischen Zulassung angehalten und kontrolliert. Bei der Überprüfung fanden die Beamten Dokumente mit abweichenden Personalien, die auf Asylbewerber in Deutschland ausgestellt worden sind.

Die Beamten wurden misstrauisch und unterzogen Onkel und Neffe einer eingehenden Überprüfung. Nach Abgleich der Fingerabdrücke bestätigte sich schnell der Verdacht, dass die beiden Bulgaren mit falscher Staatsangehörigkeit in Deutschland einen Asylantrag gestellt hatten.

Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat und bessere Lebensbindungen in Deutschland bewogen sie dazu, den deutschen Behörden ihre wahre Staatsangehörigkeit zu verschweigen. Der Ältere hatte bereits das zweite Asylverfahren als angeblicher Serbe hinter sich und hielt sich mit einer kurzen Unterbrechung bis 2011 in Deutschland auf. Im Juni 2012 kam er nach Deutschland zurück und meldete sich mit seinem richtigen Namen und richtiger Staatsangehörigkeit an. Zeitgleich meldete er in Hessen ein Gewerbe als Trockenbauer an.

Sein Neffe kam ebenfalls dieses Jahr im Juni mit seiner Lebensgefährtin sowie den drei Kindern nach Deutschland und stellte als vermeintlicher Kosovare einen Asylantrag. Seit Juli erhielt er monatlich Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und vom Sozialamt Krankenhilfe. Laut aufgefundener Belege erhielt er eine einmalige Beihilfe von 102 Euro und konnte zwischenzeitlich 600 Euro in seine Heimat überweisen. Seine beabsichtigte zahnärztliche Behandlung dürfte nun nicht zu Lasten des Sozialamtes gehen.

Als bisheriger Schaden konnten über 6400 Euro bzw. über 10500 Euro ermittelt werden. Der Gesamtsschaden kann aber erst nach Ermittlungen bei den verschiedenen Behörden beziffert werden.

Ihr Verhalten rechtfertigten sie damit, dass sie in ihrer Heimat arbeitslos waren und viele ihrer Landsleute auf diese Weise in Deutschland leben. Die geschädigten Behörden stellten Strafanträge und natürlich unverzüglich sämtliche Zahlungen ein. Neben eines Verfahrens wegen Betrug zum Nachteil von Sozialversicherungen und mittelbarer Falschbeurkundung erwartet die Männer die Rückforderung der gezahlten Leistungen.

4 Kommentare

  1. Hoffentlich war wenigstens das Fahrzeug ein AUDI A 6.

    Wenn schon. Denn schon. Als anständiger Asylbetrüger

    fährt man wenigstens Luxuskarossen von deutschen

    Herstellern. Das muss drin sein.

  2. Nach einer eingehenden Überprüfung bestätigte sich der Verdacht der Beamten. Die beiden Männer hatten sich mit falscher Staatsangehörigkeit in Deutschland einen Asylantrag gestellt.

    Diese eingehende Prüfung müsste doch eigentlich von der zuständigen Stelle durchgeführt werden – bevor anerkannt und gezahlt wird!

    Bleiberecht für Alle – kein mensch ist illegal Solange bis kein Geld mehr da ist. :sad:

    http://www.nds-fluerat.org/leitfaden/1-der-beginn-des-asylverfahrens/

    Das haben sich die beiden wohl auch gedacht. :roll:

    Ihr Verhalten rechtfertigten sie damit, dass sie in ihrer Heimat arbeitslos waren und viele ihrer Landsleute auf diese Weise in Deutschland leben.

Comments are closed.