Stuhlkreis für muslimische Gewalttäter

Ein 16-Jähriger Türke verprügelte seine 18-Jährige Schwester, weil sie im Internet mit Ungläubigen chattete. Er drohte ihr, sollte sie es wieder tun, würde er ihr die Finger abhacken! Womit der junge Mann allerdings nicht gerechnet hatte: Seine Schwester zeigte ihn an, woraufhin der strenggläubige, fast schon salafistisch orientiertene Bruder für vier Wochen in die Jugendarrestanstalt wanderte. Doch dort nimmt man sich Zeit für ihn, versucht ihn zu verstehen und redet mit ihm. “Wenn ein Mensch schon gefallen ist, muss man ihn nicht noch treten, sondern kann ihm auch erst einmal die Hand reichen”, meint die 47-Jährige Justizangestellte, Zöhre Kurun, die eigens dafür eingestellt wurde, um jungen Muslimischen Gewalttätern eine neue Chance zu geben.

Wormser Zeitung:

Ein 16-jähriger Jugendlicher mit türkischen Wurzeln wird verurteilt, er muss für vier Wochen in der Jugendarrestanstalt (JAA) einsitzen. In seiner Akte stehen Dinge, die es einem kalt den Rücken runterlaufen lässt. Weil seine Schwester mit Ungläubigen im Internet chattete, schlug er auf die 18-Jährige brutal ein und verletzte sie schwer – körperlich und seelisch. Im Wiederholungsfall drohte er seiner Schwester, die ihn später anzeigte, die Finger abzuhacken.

Über die unglaubliche Wut, die enorme Aggressivität und Gewaltbereitschaft war auch Zöhre Kurun entsetzt. Aber getreu ihrem Grundsatz: „Wenn ein Mensch schon gefallen ist, muss man ihn nicht noch treten, sondern kann ihm auch erst einmal die Hand reichen“ ging die Justizangestellte auf den Jugendlichen zu. „Willst du reden?“, fragte sie den Schläger. Dann setzten sie sich an den kleinen Anstaltsteich. „Obwohl es warm war, hat er gefroren. Ich habe ihm eine Decke geholt. Dann hat er geweint“, berichtet die 47-Jährige.

Diesem ersten Kontakt folgten in den nächsten vier Wochen noch viele Gespräche mit dem strenggläubigen, fast schon salafistisch orientierten Muslimen. Ehrenkodex, Rolle des Mannes in der Familie, Stellung von Mann und Frau im Koran – Zöhre Kurun brachte den jungen Gewalttäter dazu, sich Gedanken zu machen, wohin ihn sein Glaube geführt hat – nämlich direkt in die Kriminalität und ins Gefängnis. „Ob er sein Leben ändert, ob er künftig nicht mehr gleich zuschlägt, das weiß ich nicht. Aber ich denke schon, dass ich ihn erreicht und nachdenklich gemacht habe“, urteilt die 47-Jährige, die in der Türkei geboren ist, sich selbst von genau diesen Zwängen nach teilweise barbarischen, quälend langen und schmerzlichen Auseinandersetzungen befreien musste und deshalb genau weiß, wie türkisch-stämmige Migranten ticken.

„Und deshalb freuen wir uns sehr, dass wir Frau Kurun für unsere Arbeit gewinnen konnten“, lobt Anstaltsleiter Edgar Guleritsch seine „Neue“ im JAA-Team. „Denn eine solche Spezialistin hat uns bislang gefehlt.“ Dass Zöhre Kurun als gelernte Schneiderin und Büro-Kauffrau nicht vom Fach ist, hat ihn nicht gestört. Ihr biographischer „Background“, ihre Erfahrung im Umgang mit ganz unterschiedlichen Menschen als ehemalige Kundenberaterin im Media-Markt, ihre offene und doch sehr einfühlsame Art, das alles sind Dinge, die ihm viel wichtiger sind.

„Aber klar ist auch, Frau Kurun muss als Mitarbeiterin im allgemeinen Vollzugsdienst genauso ihren Job machen wie alle anderen auch. Wir werden sie jetzt ausbilden und auf Fortbildungen schicken. Wir setzen große Hoffnungen auf sie, aber Extra-Brötchen können wir keine backen“, betont Guleritsch. Und deshalb gehören Wochenend- und Nachtschichten genauso zu ihren Aufgaben wie Zellenkontrollen, Weckdienst oder Aufsicht beim Hofgang.

Dass da nicht immer Schmusekurs gefahren werden kann, das ist auch Zöhre Kurun vollkommen klar. „Und wenn es sein muss, wenn jemand weiter stiehlt und betrügt, kann ich auch hart und konsequent sein und jemanden einschließen“, versichert die 47-Jährige, die sich auch schon als Buchautorin eines autobiographischen Werkes („Ein Viertel des Lebens“) hervorgetan hat. Obwohl ihre 20-Stunden-Stelle alles andere als gut bezahlt ist, wie Guleritsch offen einräumt, ist Zöhre Kurun dennoch glücklich über ihren neuen Job: „Meine Kollegen haben mich prima aufgenommen. Ich kann mit Jugendlichen arbeiten und mich mit meinen Erfahrungen einbringen. Ich glaube, ich bin endlich angekommen, wo ich schon immer hinwollte.“

Tja, wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man nen Arbeitskreis… 

12 Kommentare

  1. “Wir pflückten also Gänseblümchen zusammen und ich spürte, wie das dunkle Grollen in seinen Augen entwich und stattdessen sich Güte ausbreitete. Güte von der Art, wie man sie im Morgentau findet, der sich glitzernd wie Edelsteine auf eine Sommerwiese legt.

    “Ich wusste genau, dass dies ein Moment ist, wo er sich in seinem tiefsten inneren fragen musste, wohin ihn sein Glaube geführt hat” Wut, die Aggressivität und Gewaltbereitschaft waren ihm in diesem Augenblick völlig fremd und ich sah Sanftmütigkeit, Milde und Güte in ihm”

    “Mein Chef Edgar war seinerzeit auf der Suche nach Spezialisten, welche es außerordentlich verstanden, mit sogenannten Intensivtätern umzugehen. Mir war sofort klar, dass ich hier meine Berufung hatte. Schließlich war ich ja Büro-Kauffrau und Schneiderin. Außerdem hatte ich bereits im Media Markt gearbeitet – was sollte also schiefgehen?”

    “Natürlich kann ich nicht nur Schmusekurs fahren und wenn es sein muss, kann ich auch schon mal knallhart sein. In solch einem Fall puzzele ich auch mal mit den Insassen oder verdonnere diese zu verschärftem Straftöpfern. Jedoch kommen diese zugegeben harten Maßnahmen Gott sei Dank nicht so häufig zum Einsatz, ist es doch primär meine Aufgabe, diesen Schäfchen wieder den rechten Weg zu weisen. Aus diesem Grund gehört der Weckdienst zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich öffne pfeifend und singend die Zimmertüren und wecke die Jungs mit einem aufmunterndem Liedchen wie zum Beispiel „Guten Morgen, Guten Morgen, Guten Morgen Sonnenschein“ von Nana Mouskouri und wenn den Knaben dann doch mal ein „Licht aus Bitch oder Tür zu Schlampe“ rausrutscht, serviere ich flugs ein Tässchen warme Milch mit Honig und lege ab und an auch noch Mandelspeculatius dazu.

    Bei meinen Kollegen bin ich prima angekommen und den Einen oder Anderen konnte ich auch schon dazu gewinnen täglich nach dem Mittagsschläfchen den Bi-Ba-Butzelmann Tanz mit den Buben zu üben. Dies baut nach meiner Einschätzung überschüssiges Gewaltpotential ab.

    Zwei Mal in der Woche kommt der Jugendpsychologe zu Besuch. Heißa Hoppsassa, was haben wir dann viel zu tun. Ich hätte mir nicht träumen lassen, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, seitenweise gute Sozialprognosen zu erfinden – äh zu erstellen. Mein Herz pocht dann jedes Mal wie ein Specht beim Nestbau, wenn ich in die glücklichen Augen der Insassen schaue, wenn wir diese entlassen.
    Oft nehme ich mir die Zeit und begleite die Kids noch zum Tor hinaus, überreiche ihnen ihre persönlichen Sachen wie zum Beispiel Butterflymesser, Schlagringe oder Teleskopstöcke und wenn mir einer besonders ans Herz gewachsen ist schenke ich ihm noch Schokohasen für den Weg.

    Ich bin dann ganz sicher, dass sie diese bittere Lektion nie mehr vergessen. Wer will schon eingesperrt sein allein wegen seinem Glauben?

    Sicher gibt es auch Rückfalle. Im obigen Fall kam der Bursche wieder zu uns, nachdem er zwei Wochen nach der Entlassung doch tatsächlich seiner Schwester die Finger abgeschnitten hat.
    Ich weiß, dass es sich bei seiner Tat im Grunde nur um einen Hilfeschrei gehandelt hat, deshalb habe Ich mit ihm zur Frustbewältigung erst einmal Waffeln gebacken und habe mich dafür eingesetzt ihn dieses Mal sogar für sechs Wochen in mein Pädagogikprojekt zu überstellen. Da es uns natürlich wie überall an finanziellen Mitteln fehlte um die Gruppe aufzustocken, haben wir uns entschlossen einen 14-Jährigen, äußerst fiesen rechten Verbrecher in die Erwachsenenstrafhaft zu überstellen. Dieser wurde erwischt als er einen Nazi Aufkleber an einer öffentlichen Bushaltestelle anklebte. 6 Monate hat er jetzt Zeit um dort über seine verächtliche Tat nachzudenken.

    Nun gut, es ist eben nicht jeder wieder in unsere Mitte zurückzubringen, aber wer allein aus seiner Religion heraus handelt, den werde ich bestimmt überzeugen, dass es noch einen anderen Weg für ihn gibt.

  2. und weiter…

    “Wir pflückten also Gänseblümchen zusammen und ich spürte, wie das dunkle Grollen in seinen Augen entwich und stattdessen sich Güte ausbreitete. Güte von der Art, wie man sie im Morgentau findet, der sich glitzernd wie Edelsteine auf eine Sommerwiese legt.

    “Ich wusste genau, dass dies ein Moment ist, wo er sich in seinem tiefsten inneren fragen musste, wohin ihn sein Glaube geführt hat” Wut, die Aggressivität und Gewaltbereitschaft waren ihm in diesem Augenblick völlig fremd und ich sah Sanftmütigkeit, Milde und Güte in ihm”

    “Mein Chef Edgar war seinerzeit auf der Suche nach Spezialisten, welche es außerordentlich verstanden, mit sogenannten Intensivtätern umzugehen. Mir war sofort klar, dass ich hier meine Berufung hatte. Schließlich war ich ja Büro-Kauffrau und Schneiderin. Außerdem hatte ich bereits im Media Markt gearbeitet – was sollte also schiefgehen?”

    “Natürlich kann ich nicht nur Schmusekurs fahren und wenn es sein muss, kann ich auch schon mal knallhart sein. In solch einem Fall puzzele ich auch mal mit den Insassen oder verdonnere diese zu verschärftem Straftöpfern. Jedoch kommen diese zugegeben harten Maßnahmen Gott sei Dank nicht so häufig zum Einsatz, ist es doch primär meine Aufgabe, diesen Schäfchen wieder den rechten Weg zu weisen. Aus diesem Grund gehört der Weckdienst zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich öffne pfeifend und singend die Zimmertüren und wecke die Jungs mit einem aufmunterndem Liedchen wie zum Beispiel „Guten Morgen, Guten Morgen, Guten Morgen Sonnenschein“ von Nana Mouskouri und wenn den Knaben dann doch mal ein „Licht aus Bitch oder Tür zu Schlampe“ rausrutscht, serviere ich flugs ein Tässchen warme Milch mit Honig und lege ab und an auch noch Mandelspeculatius dazu.

    Bei meinen Kollegen bin ich prima angekommen und den Einen oder Anderen konnte ich auch schon dazu gewinnen täglich nach dem Mittagsschläfchen den Bi-Ba-Butzelmann Tanz mit den Buben zu üben. Dies baut nach meiner Einschätzung überschüssiges Gewaltpotential ab.

    Zwei Mal in der Woche kommt der Jugendpsychologe zu Besuch. Heißa Hoppsassa, was haben wir dann viel zu tun. Ich hätte mir nicht träumen lassen, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, seitenweise gute Sozialprognosen zu erfinden – äh zu erstellen. Mein Herz pocht dann jedes Mal wie ein Specht beim Nestbau, wenn ich in die glücklichen Augen der Insassen schaue, wenn wir diese entlassen.
    Oft nehme ich mir die Zeit und begleite die Kids noch zum Tor hinaus, überreiche ihnen ihre persönlichen Sachen wie zum Beispiel Butterflymesser, Schlagringe oder Teleskopstöcke und wenn mir einer besonders ans Herz gewachsen ist schenke ich ihm noch Schokohasen für den Weg.

    Ich bin dann ganz sicher, dass sie diese bittere Lektion nie mehr vergessen. Wer will schon eingesperrt sein allein wegen seinem Glauben?

    Sicher gibt es auch Rückfalle. Im obigen Fall kam der Bursche wieder zu uns, nachdem er zwei Wochen nach der Entlassung doch tatsächlich seiner Schwester die Finger abgeschnitten hat.
    Ich weiß, dass es sich bei seiner Tat im Grunde nur um einen Hilfeschrei gehandelt hat, deshalb habe Ich mit ihm zur Frustbewältigung erst einmal Waffeln gebacken und habe mich dafür eingesetzt ihn dieses Mal sogar für sechs Wochen in mein Pädagogikprojekt zu überstellen. Da es uns natürlich wie überall an finanziellen Mitteln fehlte um die Gruppe aufzustocken, haben wir uns entschlossen einen 14-Jährigen, äußerst fiesen rechten Verbrecher in die Erwachsenenstrafhaft zu überstellen. Dieser wurde erwischt als er einen Nazi Aufkleber an einer öffentlichen Bushaltestelle anklebte. 6 Monate hat er jetzt Zeit um dort über seine verächtliche Tat nachzudenken.

    Nun gut, es ist eben nicht jeder wieder in unsere Mitte zurückzubringen, aber wer allein aus seiner Religion heraus handelt, den werde ich bestimmt überzeugen, dass es noch einen anderen Weg für ihn gibt.

  3. ..

    “Wir pflückten also Gänseblümchen zusammen und ich spürte, wie das dunkle Grollen in seinen Augen entwich und stattdessen sich Güte ausbreitete. Güte von der Art, wie man sie im Morgentau findet, der sich glitzernd wie Edelsteine auf eine Sommerwiese legt.

    “Ich wusste genau, dass dies ein Moment ist, wo er sich in seinem tiefsten inneren fragen musste, wohin ihn sein Glaube geführt hat” Wut, die Aggressivität und Gewaltbereitschaft waren ihm in diesem Augenblick völlig fremd und ich sah Sanftmütigkeit, Milde und Güte in ihm”

    “Mein Chef Edgar war seinerzeit auf der Suche nach Spezialisten, welche es außerordentlich verstanden, mit sogenannten Intensivtätern umzugehen. Mir war sofort klar, dass ich hier meine Berufung hatte. Schließlich war ich ja Büro-Kauffrau und Schneiderin. Außerdem hatte ich bereits im Media Markt gearbeitet – was sollte also schiefgehen?”

    “Natürlich kann ich nicht nur Schmusekurs fahren und wenn es sein muss, kann ich auch schon mal knallhart sein. In solch einem Fall puzzele ich auch mal mit den Insassen oder verdonnere diese zu verschärftem Straftöpfern. Jedoch kommen diese zugegeben harten Maßnahmen Gott sei Dank nicht so häufig zum Einsatz, ist es doch primär meine Aufgabe, diesen Schäfchen wieder den rechten Weg zu weisen. Aus diesem Grund gehört der Weckdienst zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich öffne pfeifend und singend die Zimmertüren und wecke die Jungs mit einem aufmunterndem Liedchen wie zum Beispiel „Guten Morgen, Guten Morgen, Guten Morgen Sonnenschein“ von Nana Mouskouri und wenn den Knaben dann doch mal ein „Licht aus Bitch oder Tür zu Schlampe“ rausrutscht, serviere ich flugs ein Tässchen warme Milch mit Honig und lege ab und an auch noch Mandelspeculatius dazu.

    Bei meinen Kollegen bin ich prima angekommen und den Einen oder Anderen konnte ich auch schon dazu gewinnen täglich nach dem Mittagsschläfchen den Bi-Ba-Butzelmann Tanz mit den Buben zu üben. Dies baut nach meiner Einschätzung überschüssiges Gewaltpotential ab.

    Zwei Mal in der Woche kommt der Jugendpsychologe zu Besuch. Heißa Hoppsassa, was haben wir dann viel zu tun. Ich hätte mir nicht träumen lassen, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, seitenweise gute Sozialprognosen zu erfinden – äh zu erstellen. Mein Herz pocht dann jedes Mal wie ein Specht beim Nestbau, wenn ich in die glücklichen Augen der Insassen schaue, wenn wir diese entlassen.
    Oft nehme ich mir die Zeit und begleite die Kids noch zum Tor hinaus, überreiche ihnen ihre persönlichen Sachen wie zum Beispiel Butterflymesser, Schlagringe oder Teleskopstöcke und wenn mir einer besonders ans Herz gewachsen ist schenke ich ihm noch Schokohasen für den Weg.

    Ich bin dann ganz sicher, dass sie diese bittere Lektion nie mehr vergessen. Wer will schon eingesperrt sein allein wegen seinem Glauben?

    Sicher gibt es auch Rückfalle. Im obigen Fall kam der Bursche wieder zu uns, nachdem er zwei Wochen nach der Entlassung doch tatsächlich seiner Schwester die Finger abgeschnitten hat.
    Ich weiß, dass es sich bei seiner Tat im Grunde nur um einen Hilfeschrei gehandelt hat, deshalb habe Ich mit ihm zur Frustbewältigung erst einmal Waffeln gebacken und habe mich dafür eingesetzt ihn dieses Mal sogar für sechs Wochen in mein Pädagogikprojekt zu überstellen. Da es uns natürlich wie überall an finanziellen Mitteln fehlte um die Gruppe aufzustocken, haben wir uns entschlossen einen 14-Jährigen, äußerst fiesen rechten Verbrecher in die Erwachsenenstrafhaft zu überstellen. Dieser wurde erwischt als er einen Nazi Aufkleber an einer öffentlichen Bushaltestelle anklebte. 6 Monate hat er jetzt Zeit um dort über seine verächtliche Tat nachzudenken.

    Nun gut, es ist eben nicht jeder wieder in unsere Mitte zurückzubringen, aber wer allein aus seiner Religion heraus handelt, den werde ich bestimmt überzeugen, dass es noch einen anderen Weg für ihn gibt.

  4. “Wir pflückten also Gänseblümchen zusammen und ich spürte, wie das dunkle Grollen in seinen Augen entwich und stattdessen sich Güte ausbreitete. Güte von der Art, wie man sie im Morgentau findet, der sich glitzernd wie Edelsteine auf eine Sommerwiese legt.

    “Ich wusste genau, dass dies ein Moment ist, wo er sich in seinem tiefsten inneren fragen musste, wohin ihn sein Glaube geführt hat” Wut, die Aggressivität und Gewaltbereitschaft waren ihm in diesem Augenblick völlig fremd und ich sah Sanftmütigkeit, Milde und Güte in ihm”

    • “Mein Chef Edgar war seinerzeit auf der Suche nach Spezialisten, welche es außerordentlich verstanden, mit sogenannten Intensivtätern umzugehen. Mir war sofort klar, dass ich hier meine Berufung hatte. Schließlich war ich ja Büro-Kauffrau und Schneiderin. Außerdem hatte ich bereits im Media Markt gearbeitet – was sollte also schiefgehen?”

      • “Natürlich kann ich nicht nur Schmusekurs fahren und wenn es sein muss, kann ich auch schon mal knallhart sein. In solch einem Fall puzzele ich auch mal mit den Insassen oder verdonnere diese zu verschärftem Straftöpfern. Jedoch kommen diese zugegeben harten Maßnahmen Gott sei Dank nicht so häufig zum Einsatz, ist es doch primär meine Aufgabe, diesen Schäfchen wieder den rechten Weg zu weisen. Aus diesem Grund gehört der Weckdienst zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich öffne pfeifend und singend die Zimmertüren und wecke die Jungs mit einem aufmunterndem Liedchen wie zum Beispiel „Guten Morgen, Guten Morgen, Guten Morgen Sonnenschein“ von Nana Mouskouri und wenn den Knaben dann doch mal ein „Licht aus Bitch oder Tür zu Schlampe“ rausrutscht, serviere ich flugs ein Tässchen warme Milch mit Honig und lege ab und an auch noch Mandelspeculatius dazu.

  5. “Natürlich kann ich nicht nur Schmusekurs fahren und wenn es sein muss, kann ich auch schon mal knallhart sein. In solch einem Fall puzzele ich auch mal mit den Insassen oder verdonnere diese zu verschärftem Straftöpfern. Jedoch kommen diese zugegeben harten Maßnahmen Gott sei Dank nicht so häufig zum Einsatz, ist es doch primär meine Aufgabe, diesen Schäfchen wieder den rechten Weg zu weisen.

    • Aus diesem Grund gehört der Weckdienst zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich öffne pfeifend und singend die Zimmertüren und wecke die Jungs mit einem aufmunterndem Liedchen wie zum Beispiel „Guten Morgen, Guten Morgen, Guten Morgen Sonnenschein“ von Nana Mouskouri und wenn den Knaben dann doch mal ein „Licht aus Bit-ch oder Tür zu Schlam-pe“ rausrutscht, serviere ich flugs ein Tässchen warme Milch mit Honig und lege ab und an auch noch Mandelspeculatius dazu.

  6. Aus diesem Grund gehört der Weckdienst zu meinen Lieblingsaufgaben. Ich öffne pfeifend und singend die Zimmertüren und wecke die Jungs mit einem aufmunterndem Liedchen wie zum Beispiel „Guten Morgen, Guten Morgen, Guten Morgen Sonnenschein“ von Nana Mouskouri und wenn den Knaben dann doch mal ein „Licht aus Bitch oder Tür zu Schlampe“ rausrutscht, serviere ich flugs ein Tässchen warme Milch mit Honig und lege ab und an auch noch Mandelspeculatius dazu.

  7. Bei meinen Kollegen bin ich prima angekommen und den Einen oder Anderen konnte ich auch schon dazu gewinnen täglich nach dem Mittagsschläfchen den Bi-Ba-Butzelmann Tanz mit den Buben zu üben. Dies baut nach meiner Einschätzung überschüssiges Gewaltpotential ab.

    Zwei Mal in der Woche kommt der Jugendpsychologe zu Besuch. Heißa Hoppsassa, was haben wir dann viel zu tun. Ich hätte mir nicht träumen lassen, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, seitenweise gute Sozialprognosen zu erfinden – äh zu erstellen. Mein Herz pocht dann jedes Mal wie ein Specht beim Nestbau, wenn ich in die glücklichen Augen der Insassen schaue, wenn wir diese entlassen.
    Oft nehme ich mir die Zeit und begleite die Kids noch zum Tor hinaus, überreiche ihnen ihre persönlichen Sachen wie zum Beispiel Butterflymesser, Schlagringe oder Teleskopstöcke und wenn mir einer besonders ans Herz gewachsen ist schenke ich ihm noch Schokohasen für den Weg.

    Ich bin dann ganz sicher, dass sie diese bittere Lektion nie mehr vergessen. Wer will schon eingesperrt sein allein wegen seinem Glauben?

    Sicher gibt es auch Rückfalle. Im obigen Fall kam der Bursche wieder zu uns, nachdem er zwei Wochen nach der Entlassung doch tatsächlich seiner Schwester die Finger abgeschnitten hat.
    Ich weiß, dass es sich bei seiner Tat im Grunde nur um einen Hilfeschrei gehandelt hat, deshalb habe Ich mit ihm zur Frustbewältigung erst einmal Waffeln gebacken und habe mich dafür eingesetzt ihn dieses Mal sogar für sechs Wochen in mein Pädagogikprojekt zu überstellen. Da es uns natürlich wie überall an finanziellen Mitteln fehlte um die Gruppe aufzustocken, haben wir uns entschlossen einen 14-Jährigen, äußerst fiesen rechten Verbrecher in die Erwachsenenstrafhaft zu überstellen. Dieser wurde erwischt als er einen Nazi Aufkleber an einer öffentlichen Bushaltestelle anklebte. 6 Monate hat er jetzt Zeit um dort über seine verächtliche Tat nachzudenken.

    Nun gut, es ist eben nicht jeder wieder in unsere Mitte zurückzubringen, aber wer allein aus seiner Religion heraus handelt, den werde ich bestimmt überzeugen, dass es noch einen anderen Weg für ihn gibt.

  8. Der Islam ist eine faschistische Ideologie.
    Warum schmeißen wir “strenggläubigen, fast schon salafistisch orientierten” Moslem nicht einfach aus dem Land?

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