Welke: Deutschland spart 63 Milliarden durch den Euro!

Welke macht den Schäuble

Regierungssprecher Welke hatte gestern Abend die ehrenvolle Aufgabe, Schäuble-Propaganda unters Volk zu bringen (“Niemand hat vom Euro mehr profitiert als die Deutschen!”).

Welke verkündete seinen Studio-Claqueuren, Deutschland habe in den letzten drei Jahren durch die Eurokrise 63 Milliarden “gespart”! Und zwar weil ein geringer Zinssatz für neue Staatsschulden gezahlt wurde. Basisdaten dieser “Berechnung” – unerheblich. Dass der Leitzins unterirdisch ist und schon alleine deswegen das Zinsniveau niedrig liegt – nicht der Rede wert. Die Höhe der Staatsverschuldung – juckt nicht. Dass wir mehr als die vertraglich festgelegten 2 Prozent Inflation haben, weil die EZB fleißig Geld druckt – kein Thema. Target-Salden – noch nie nix von gehört. ESM – Schnee von gestern. Dass die 730 Millionen für die GR-Rettung nicht nur einmalig im Bundeshaushalt anfallen, sondern Dauereinrichtung werden – kann man ruhig untern Tisch fallen lassen.

Der gehirntote Intensivpatient Euro wurde von einem ebenso gehirntoten Animateur promotet und spendiert uns einen sagenhaften Leichenschmaus von 63 Milliarden Euro! Ebenso unterirdisch auch der Vorschlag des stellvertretenden ZDF-Chefreadkteurs Theveßen, der meint, man solle Griechenland einen totalen Schuldenschnitt und einen grandiosen Neuanfang unter der Drachme spendieren.

Mehr Gehirnamputierte sah man in der großen  Piratenreportage – geschickt räumt Welke dort die Konkurrenz der Grün_innen aus dem Weg…

Im Anschluss an die heute-Show kam Aspekte im neuen Gutmenschen-Format. Erstes Thema: die Südtiroler Band FREIWILD. Ein Nazi-Experte klärte mit fast tränenerstickter Stimme über das ungeheure Gefährungspotential auf. Tja, gesendet wurde nur ein Teil der Aufnahmen aus Südtirol – den anderen Teil findet man nur, wenn man zufällig die Mediathek besucht!

Der Hammer des ZDF-Abends war jedoch Soko-Leipzig im Milieu eines VHS-Integrationskurses! Das ZDF lässt wirklich keine Gelegenheit aus, um die Themen der Einheitspartei abzuarbeiten und versaut dafür eine der vormals besten Kriminalserien. Für diesen ganzen TV-Müll bezahlen wir!

 

3 Kommentare

  1. Ein Leckerbissen läuft auf 3sat TV seit 20.15 Uhr:

    Missa Solemnis
    op. 123 von Ludwig van Beethoven (1770-1827)
    Concertgebouw Amsterdam, Frühjahr 2012
    Mit Marlis Petersen (Sopran), Elisabeth Kulman (Alt),
    Werner Güra (Tenor) und Gerald Finley (Bass)
    Chor: Niederländischer Rundfunkchor
    Orchester: Königliches Concertgebouw
    Musikalische Leitung: Nikolaus Harnoncourt
    Erstausstrahlung

    Als Ludwig van Beethoven im Jahr 1819 mit der Arbeit an der “Missa Solemnis” begann, war er nahezu taub, was nicht nur das Komponieren erschwerte, sondern auch zur menschlichen Isolation führte. In dieser schwierigen Phase schrieb er – neben letzten Streichquartetten und der Neunten Symphonie – die “Missa Solemnis”, die der Komponist selbst für sein “größtes Werk” hielt. Beethovens persönliche Situation und seine Beschäftigung mit Sakralmusik haben einen engen Zusammenhang. In dieser für ihn schwierigen Zeit widmete er sich intensiv der katholischen Liturgie und zahlreichen Messvertonungen. Beethoven wollte das Stück zur Amtseinführung seines Freundes und Gönners Erzherzog Rudolf als Erzbischof von Olmütz im Jahre 1820 fertigstellen, doch er änderte, erweiterte und überarbeitete die “Missa Solemnis” immer wieder. Diese – einer seiner eindrucksvollsten Kompositionen – ist nicht mehr nur funktionale Musik, sondern vermittelt in jedem Takt Beethovens Denken und Fühlen.
    3sat zeigt eine Aufzeichnung der “Missa Solemnis” in einer Interpretation mit dem Niederländischen Rundfunkchor und dem Königlichen Concertgebouw-Orchester. Nikolaus Harnoncourt ist als Dirigent zu erleben.
    (ORF/3sat)

  2. Herr Welke hat alle Charaktereigenschaften die nötig sind, um bei den zwangsfinanzierten Medienanstalten des Gesinnungsministeriums einen gut bezahlten Job zu haben. Und sowas setzt niemand leichtfertig aufs Spiel. Lieber ein Leben lang nicht mehr in den Spiegel schauen…

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