Bushido: Mitglied eines libanesischen Mafiaclans?

bushido-193x300Drogenhandel, Menschenhandel, Erpressung, Zuhälterei, Schutzgelderpressung, Geldwäsche. In allem was das Strafgesetzbuch hergibt ist der Abou-Chaker-Clan vertreten. Immer wieder brachte man den Rapper Anis Mohammed Youssef Ferchichi, genannt Bushido, mit diesem Clan in Verbindung. Doch während seine Verbindungen zu dem berüchtigten „Paten von Berlin“ – Arafat Abou-Chaker, bisher rein spekulativ waren, ist nun ein Dokument aufgetaucht, durch welches die Verbindungen zwischen Bushido und dem Libanesen-Clan in ein gänzlich anderes Licht gerückt werden. Wie der Stern und die Bild berichten, erteilt der mit dem „Bambi“-Integrationspreis ausgezeichnete Politik-Praktikant Bushido, darin seinem Freund und Clanchef Arafat Abou-Chaker, sozusagen eine Generalvollmacht über sein Leben.

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Enthüllungen über den Star-Rapper – Hat Bushido sich an die MAFIA verkauft?

Rapper Bushido (34) ist einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Jetzt enthüllt das Magazin „Stern“: Der Popstar soll sich einem kriminellen Clan verschrieben haben.

Lange war es nur ein Gerücht. Erzählt hinter vorgehaltener Hand im Showgeschäft.

Ein berühmter deutscher Rapper. Verstrickt in die Machenschaften eines Mafia-Clans. Freund des mächtigen und brutalen Paten, der ihn annimmt wie einen Bruder. Und ihn zu seiner Marionette macht!

ES GEHT UM RAPPER BUSHIDO!

Das Magazin „Stern“ titelt in seiner aktuellen Ausgabe: „Bushido und die Mafia“. Es enthüllt: Bushido hat sich einem berüchtigten Clan verschrieben – den die Polizei als schwer kriminell einstuft.

Der Beleg: eine Generalvollmacht!

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Bushido (heißt mit bürgerlichem Namen Anis Mohammed Youssef Ferchichi) hat sie einem der berüchtigten Köpfe des Clans ausgestellt: Arafat Abou-Chaker (34).

Das Dokument stammt vom 22. Dezember 2010, liegt dem „Stern“ vor. Erfolgsmusiker Bushido (erhielt den „Bambi“-Integrationspreis) erlaubt darin dem Clan-Boss: „Jede Rechtshandlung, welche ich selbst vornehmen könnte und bei welcher Stellvertretung gesetzlich zugelassen ist, für mich und in meinem Namen mit rechtsverbindlicher Kraft vorzunehmen.“

Heißt: Arafat Abou-Chaker kann über Bushidos Leben verfügen! Seine Konten, seine Häuser, seine Gagen und Verträge. Er dürfte sogar Bushidos gesamte Besitztümer verschenken – auch an sich selbst …

DIE VOLLMACHT GILT SOGAR ÜBER SEINEN TOD HINAUS!

Bushido hat sich komplett in die Hände des Mafia-Clans gegeben! Wieso?

Angeblich hat Bushido die Abou-Chakers gebeten, ihm beim Ausstieg aus einem Plattenvertrag zu helfen. Er wusste genau, mit wem er sich da einließ! Wenige Tage später soll die Plattenfirma Besuch erhalten haben – von mindestens acht bedrohlich wirkenden Clan-Mitgliedern. Der Auflösungsvertrag wurde unterschrieben, die Firma verzichtete damit auf viele Hunderttausend Euro.

Bushido und Arafat hingegen machen seither Geschäfte, betrieben u. a. eine Baufirma („A&F Unternehmensgruppe“).

In welche Gesellschaft hat sich Bushido da bloß begeben?

►  Die Familie. Der „Abou-Chaker-Clan“ aus Berlin gilt als prominenteste Familie der Berliner Unterwelt. Mitglieder tarnen sich als Geschäftsleute. Doch ihr Name taucht immer wieder in Verbindung mit Gewalt, Menschenhandel, Drogen und Erpressung auf.

► Das Geschäft. Ein Staatsanwalt zum „Stern“: „Die männlichen Mitglieder dieser Großfamilie agieren im Milieu der organisierten Kriminalität.“

► Die Taten. Bushido kam oft mit dem Gesetz in Konflikt (u. a. 18 000 Euro Geldstrafe wegen Körperverletzung). Die meisten Verfahren gegen ihn wurden jedoch eingestellt. Gegen die Clan-Mitglieder nicht.

Beispiel: Im Frühjahr 2010 war Arafats Bruder Mohamed (Spitzname: „Momo“) Anführer des „Casino-Poker-Raubs“. Damals stürmten bewaffnete Komplizen während eines Poker-Turniers ein Berliner Hotel, raubten 240 000 Euro. Festnahme! Knast!

► Der Plan. Bushido und der „Abou-Chaker-Clan“ scheinen ein neues Geschäftsfeld für sich entdeckt zu haben: DIE POLITIK! Bushido machte ein Praktikum beim Bundestagsabgeordneten Christian Freiherr von Stetten (42, CDU), sogar Innenminister Hans-Peter Friedrich (56, CSU) posierte mit dem Rapper.

In Berlin heißt es: Bushidos Leute wollen eine eigene Partei gründen…

Bushidos Anwältin wollte sich auf BILD-Anfrage gestern nicht zur „Stern“-Berichterstattung äußern.

Der „Abou-Chaker-Clan“

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Stern:

Bushido gibt Mafiaclan Generalvollmacht

Rapper sind Maulhelden. Sie tun nur so, als wären sie Verbrecher. Bushido jedoch ist wirklich Mitglied eines Mafia-Clans. Spekulationen darüber gab es immer wieder. Der stern hat den Beweis. Von Walter Wüllenweber

Am 22.12.2010 hat Anis Ferchichi, genannt Bushido, eine Generalvollmacht unterschrieben. Darin ermächtigt er Herrn Arafat Abou-Chaker, einen Anführer eines Mafia-Clans, nach Belieben über seine gesamten Besitztümer zu verfügen: über seine Einnahmen, seine Konten, seine Firmen, seine Häuser, seine Autos – alles. Die notariell beglaubigte Vollmacht, die dem stern vorliegt, gilt sogar über den Tod hinaus. Der Bevollmächtigte darf sie nach Belieben weitergeben. Und wenn er will, kann er Bushidos gesamtes Vermögen verschenken. Auch an sich selbst.

Adoptionsurkunde für seine neue Familie

Normalerweise werden Generalvollmachten nur an Familienmitglieder vergeben. Genauso ist es hier. Die Vollmacht ist so etwas wie Bushidos Adoptionsurkunde für seine neue Familie.

Die Abou-Chakers sind ursprünglich Palästinenser aus dem Libanon. Die Polizei schätzt, dass bis zu 300 Mitglieder der Großfamilie in Berlin leben, viele von ihnen in nur zwei Straßen in Neukölln. Den harten Kern bilden Arafat Abou-Chaker und seine fünf Brüder. Seit Jahren halten Mitglieder des Clans die Justiz und die Abteilung für organisiertes Verbrechen des Berliner Landeskriminalamtes in Atem. Drogenhandel, Menschenhandel, Erpressung, Zuhälterei, Schutzgelderpressung, Geldwäsche – gegen Angehörige der Familie Abou-Chaker liefen bereits Verfahren in fast allen Disziplinen professioneller Kriminalität.

“Im Milieu der organisierten Kriminalität”

“Die männlichen Mitglieder dieser Großfamilie agieren im Milieu der organisierten Kriminalität”, sagt der Berliner Oberstaatsanwalt Jörg Raupach dem stern. “Mafiöse Strukturen sind hier eindeutig vorhanden und gerichtlich festgestellt worden.” Das Berliner Landeskriminalamt sieht Anis Ferchichi als Teil dieser Organisation.

Bushido und Arafat Abou-Chaker sind unzertrennlich. Sie leben Tür an Tür. Bald werden sie gemeinsam ein Traumgrundstück im Nobelvorort Kleinmachnow bebauen und beziehen. Die beiden sind nicht nur Freunde, sondern auch Geschäftspartner. Ihr bislang größter Millionendeal war das “Bergmannsglück”. Zusammen kauften sie sich gleich eine ganze Wohnsiedlung in Rüdersdorf bei Berlin. Im Handelsregister fanden stern -Reporter unzählige Unternehmen, die auf die Namen der beiden Partner registriert sind. Ihr kleines Firmenimperium ist im Im- und Export tätig, handelt mit exklusiven Babyartikeln, mit seltenen Tieren, mit Filmen, mit Mode-Accessoires, mit Fan-Artikeln, mit Immobilien – und natürlich mit den Tonträgern des Künstlers Bushido.

Undurchsichtiges Firmenlabyrinth

Der Musiker und sein Bevollmächtigter haben ein undurchsichtiges Labyrinth aus Unternehmen geschaffen. Mal sind sie Gesellschafter, mal Geschäftsführer, mal beides. Immer wieder besetzen auch andere Clanmitglieder Positionen in den Firmen. Ständig werden neue Firmen gegründet, andere aufgelöst oder zusammengelegt. Geschäftsführer, Firmenadressen und Gesellschafter wechseln unablässig. Die Geschäftsfreunde legen dieses Turbotempo selbstverständlich nur vor, weil sie besonders fleißige Unternehmer sind.

Ein solches Verhalten ist aber auch aus anderen Bereichen bekannt. Es ist typisch für Gruppierungen der organisierten Kriminalität. Der schnelle Wechsel ist eine wirksame Methode der Tarnung. Das verwirrt Polizei und Staatsanwaltschaft.

Gern vergleicht Bushido die Familie Abou-Chaker mit den italienischen Mafia-Familien in den USA. Stimmt der Vergleich, dann ist Bushido der Sinatra der Abou-Chakers. Ein Frank Sinatra in Jogginghosen.

Foto oben: dpa – Quelle sonstige Fotos: Stern / Bild

 

5 Kommentare

  1. Unfassbar ….. und dann schmücken sich noch ranghohe Politiker mit diesem Gauner.
    Und das scheint von besagten Politikern auch keinen zu irritieren.
    Was ist nur los in diesem Land?

  2. Bushido ist nicht nur kamera- und geldgeil, weshalb er sich mit dem Teufel einläßt, er ist auch ein U-Boot, ein Trojanisches Pferd des Islams. Bushido hilft der Krake Moslem-Mafia unsere Politiker und Promis einzufangen – und natürlich unsere Jugend.

    Bushido versucht sich und seine moslemische Räuberbande hoffähig zu machen, einen Filz mit der besseren Gesellshcaft zu bilden.

    Bushido will “Gottesgesetze”, also die Scharia über das deutsche Grundgesetz stellen!
    Siehe TV-Interview von Peter Hahne, mit Bushido und Förderer Christan von Stetten(30. Generation des über 900-jährigen fränkischen Adelsgeschlechts Stetten.)
    Ab ca. Min. 19
    http://www.youtube.com/watch?v=WitUjSSMoXM

    DIE KRIMINELLE MOSLEMISCHE SIPPSCHAFT:
    “”Cousin von Bushido-Manager plante Pokerraub…””
    http://www.welt.de/incoming/article7856933/Cousin-von-Bushido-Manager-plante-Pokerraub.html

    • Daß Freiherr Christian von Stetten mit einem Typen wie Bushido Umgang hatte, kann nicht als generöse Blaublütigkeit, sondern nur als Blauäugigkeit bezeichnet werden. Der Freiherr ist immerhin Mitglied des konservativen Berliner Kreises der CDU.
      Oder hat ihm jemand diesen Typen aufgeschwatzt und er konnte nicht nein sagen?!

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