Die Polizei, der Prügelknabe der Nation?

Heute möchte ich mal Partei ergreifen für die vielen Polizistinnen und Polizisten, die Tag für Tag ihren Kopf für unsere Sicherheit hinhalten!
Ich kann es nicht mehr ertragen, wie ständig auf der Polizei herumgehackt wird und sie zum Sündenböck der Nation abgestempelt wird, obwohl sie doch nur ihre Arbeit machen oder es zumindest versuchen, denn wie wir alle wissen, ist die Polizei seit Jahren unterbesetzt.
Allein die bayerische Polizei schiebt einen Berg von gut zwei Millionen Überstunden vor sich her und in den anderen Bundesländern sieht es nicht viel besser aus (siehe hier, hier und hier)!

Anstatt also die Politik unsere Polizei unterstützt und sie entsprechend ausrüstet, werden vielerorts Stellen weiter abgebaut!
Schon längst ist die Polizei in den Augen vieler nicht mehr „dein Freund und Helfer“, sondern der Sündenbock, der Buhmann und der Prügelknabe der Nation, auf dem man herumhacken kann und dem man die Schuld zuweisen kann, wenn irgendwas „weiter oben“ nicht funktioniert.

Als Beispiel möchte ich die Silvesternacht von Köln nehmen.
Ich erinnere mich daran, dass erst einige Tage später in den Medien von dem Vorfall berichtet wurde.
Die Medien stürzten sie wie Geier auf die Polizei, weil diese in ihrer Pressemeldung 160101-1-K/LEV (PDF) vom 01.01.2016 von einer „ausgelassenen Stimmung – Feiern weitgehend friedlich“ berichtete.

Viele stellten sich seinerzeit die Frage, warum die Polizei von einer „ausgelassenen Stimmung“ berichtete, obwohl doch alles ganz anders ablief?!

Ich dachte mir seinerzeit, „da stimmt doch was nicht?“ und erinnerte mich an das Ministerialblatt (MBl. NRW.) Ausgabe 2009 Nr. 2 vom 27.1.2009, in dem die Polizei vom Innenministerium „Verhaltensregeln“ zum Schutz nationaler Minderheiten vor Diskriminierungen „aufgebrummt“ bekam.

Im Klartext heißt es also, dass die Polizei nur dann auf eine Beteiligung „nationaler Minderheiten“, also auf „Männer mit Migrationshintergrund“, hinweisen darf, wenn es im Einzelfall ein überwiegendes Informationsinteresse oder ein Fahndungsinteresse dazu besteht.

Wie? Ihr glaubt das nicht? Hier ein weiteres Beispiel aus dem Jahr 2012 zum Thema: „Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität in Bonn-Tannenbusch“

Hier der Inhalt der Mitteilung (hier nochmal als PDF):

Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 31.5.2012 auf Anregung des Integrationsrates folgenden Beschluss (DS 1113621EB3) gefasst:

„Aufgrund der Gefahr, Kriminalität zu ethnisieren und Stigmatisie­rungen zu fördern, wird das Polizeipräsidium Bonn gebeten, den fol­genden Satz ändern zu lassen:

„Die Kriminalitätsentwicklung im Stadtteil Bonn-Tannenbusch hat sich in den vergangenen Jahren besorgniserregend entwickelt, insbesondere im Bereich der Straßenkriminalität. Immer wieder wurden junge Männer unter 21 Jahren mit Migrationshintergrund und niedrigem Bildungsniveau als Tatverdächtige ermittelt.“ (www.polizei-nrw.de).

Der Zusatz „mit Migrationshintergrund und niedrigem Bildungsniveau“ wird gestrichen.“

Der 1. stellv. Vorsitzende des Integrationsrates, Herr Savas, teilte dies der Polizeipräsidentin mit und bat um Änderung. Die Polizei­präsidentin hat darauf mit dem in der Anlage beigefügten Schreiben geantwortet.

Wie darf man also solche Anweisungen verstehen? Frei nach dem Motto: „Scheiß auf die paar Opfer, hauptsache es erfährt niemand, dass der oder die Täter Männer mit Migrationshintergrund waren“ oder wie?! Außerdem…, was sind schon so ein paar grapschende Araber und Nordafrikaner, das ist doch alles halb so wild! Unsere Bundeskanzlerin hat uns ja bereits vorgewarnt und gesagt „Wir müssen akzeptieren dass Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist“.

Könnte es also sein, dass die Polizei eine „Anweisung von oben“ bekam, die erste Pressemitteilung so zu schreiben, nur weil man politisch korrekt handeln wollte, um den sozialen Frieden nicht zu gefährden oder am Ende sogar eine „Minderheit nicht zu diskriminieren“?

Wenn ich also jetzt im Focus lesen muss: „Da stehen Polizisten, aber die machen gar nichts“, oder in der Bild, dass die rot-grüne NRW-Landesregierung behauptet, dass sie die ganze Dimension der Krawalle erst am 4. Januar erkennen konnte, dann schwillt bei mir der Kamm!

Laut dem Polizei-Protokoll konnten die Polizeibeamten schließlich nicht überall sein!

Die Einsatzkräfte konnten nicht allen Ereignissen, Übergriffen, Straftaten usw. Herr werden, dafür waren es einfach zu viele zur gleichen Zeit.

Aufgrund der Vielzahl der o.a. Taten beschränkten sich die Einsatzkräfte auf die Lagebereinigung mit den notwendigsten Maßnahmen. Da man nicht jedem Opfer einer Straftat helfen und den Täter dingfest machen konnte, kamen die eingesetzten Beamten an die Grenze zur Frustration. Zu Spitzenzeiten war er den eingesetzten Kräften nicht möglich angefallene Strafanzeigen aufzunehmen.

Was sollen also jetzt diese Beschuldigungen? Was hätten die Polizeibeamten denn in den Augen der Opfer tun sollen? Hätten sie die Typen vielleicht niederknüppeln oder vielleicht sogar erschießen sollen? Die  links-rot-grünen Gutmenschen wären doch ausgeflippt, wenn man den armen „Schätzchen“ nur ein Haar gekrümmt hätte! Die brüllen doch sofort „Polizeigewalt“, wenn mal einer von denen etwas härter angegriffen wird! Tja, aber dass aber gerade bei Demonstrationen, bei denen die Antifa mitmischt, Steine und Böller auf die Polizisten geworfen werden und etliche von ihnen verletzt werden, davon will natürlich keiner was wissen…es sind immer nur die „bösen Bullen“!

Und das ist genau der springende Punkt, der mich so wütend macht! Die Schuld wird immer der Polizei zugeschoben, aber das die Politik auch Fehler macht und diese Zustände erst ermöglicht hat, davon will natürlich auch niemand was wissen! Schuld sind immer die anderen! Den Polizisten bleibt doch eigentlich nichts anderes übrig, als manchmal passiv daneben zu stehen, aus Angst, man würde ihnen ansonsten einen Strick daraus drehen?!

Aus Tätern werden Opfer gemacht und aus Opfern Täter. Das ist links-rot-grüne Gutmenschen-Politik!

Mal ehrlich: Warum soll sich die Polizei ein „Bein ausreißen“, um das Gesetz zu schützen, wenn hinterher sowieso nichts passiert und die Täter sowieso wieder laufen gelassen werden oder sie nur Bewährungsstrafen erhalten? (Siehe hier, hier und hier).

Wie oft dürfen „Männer mit Migrationshintergrund“ noch zuschlagen, grapschen und vergewaltigen, bevor unsere Politik wach wird?

Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten eine gute Arbeit!
Statt also ihre Arbeit anzuerkennen, werden sie verheizt und als Prügelknabe der Nation mißbraucht, weil unsere Politiker kein Rückgrat mehr haben, um das „Kind beim Namen zu nennen“ und sich eigene Fehler einzugestehen!

Ich denke, es ist an der Zeit, den vielen Beamtinnen und Beamten im Polizeidienst einmal DANKE zu sagen! Ihr seid nicht allein!

 

Artikelbild: © metropolico by flickr